Carstyling vereint mit verbesserter Aerodynamik – Frontspoiler & Heckspoiler sowie Frontschürze & Heckschürze

17. Februar 2010 – 16:00

Viele Serienfahrzeuge haben ein Manko: ihr Einheitsdesign. Für Individualität sorgen ist dabei relativ einfach, wenn auch je nach Ausführung nicht unbedingt kostengünstig – aber Karosserietuning kann auch noch ganz andere Auswirkungen haben als nur optische Aufwertung.

Heckspoiler "Shogun" Fast & Furious Style passend   für alle Stufenheck Fahrzeuge

Heckspoiler "Shogun" Fast and the Furious Style passend für alle Stufenheck Fahrzeuge

Aerodynamik ist ein essentieller Faktor, der beim Tuning berücksichtigt werden muss, will man Leistungssteigerungen erzielen. Zwar werden Fahrzeuge längst auch bereits vom Hersteller im Hinblick auf die Aerodynamik entwickelt, bei den meisten Serienfahrzeugen müssen die Hersteller dabei aber in der Regel einen Kompromiss zwischen Leistung und Alltagstauglichkeit eingehen, wodurch Tunern einiger Spielraum zur Verkleinerung des Luftwiderstandes entsteht. Im Highspeed-Bereich sind hier allerdings Grenzen gesetzt: um nicht die Bodenhaftung zu verlieren, muss für ausreichend Abtrieb gesorgt werden, der das Fahrzeug unter Ausnutzung der Luftströmung an den Boden presst – im Normalfall geschieht das durch Frontspoiler und Heckspoiler, die sich sowohl in dezenten Abrisskanten am Kofferraumdeckel als auch in brachialen Heckflügeln wieder finden. Das ist nicht nur Geschmackssache, sondern auch abhängig vom Aufbau des Fahrzeugs: nicht zwingend bietet ein Heckflügel im Stil von The Fast and the Furious auch wirklich optimalen Abtrieb. Wer Extremtuning plant, sollte hier Fachleute befragen, um die Fahrphysik und die Modifikationen sicher einschätzen zu können.

Frontschürze "Interceptor" für Seat Leon

Frontschürze "Interceptor" für Seat Leon

Im einfachen Tuning freilich kommen oft einfach nur neue Frontschürzen und Heckschürzen zum Einsatz, die meist schon integrierte Spoiler aufweisen. Wer lediglich auf Carstyling Wert legt, hat hier natürlich eine wesentlich größere Auswahl – einziges Augenmerk neben Optik, Preis und Material sollte hier allerdings dringend auf die mitgelieferten Gutachten gelegt werden. Karosserieanbauten, die keine E-Prüfnummer und ABE vorweisen können, müssen vom TÜV abgesegnet werden – am einfachsten durch ein mitgeliefertes fahrzeugspezifisches Teilegutachten, bei dem der TÜV nur den Anbau abnehmen und bestätigen muss. Bei allen anderen Varianten ist Vorsicht geboten: sie ziehen Einzelabnahmen nach sich – und die können nicht nur teuer werden, sondern auch damit enden, dass der Prüfer den Anbau nicht abnimmt und das Teil wieder verschwinden muss.

Heckschürze "Interceptor" Seat Leon

Heckschürze "Interceptor" Seat Leon

Wer Wert auf mehr Aerodynamik als nur auf Design legt, der sollte den Kauf eines Frontspoilers oder Heckspoilers mit einem Profi besprechen und auch nur im Fachhandel kaufen. Als Material kommen hier mehrere Varianten in Frage: PU Rim ist meist kostspielig, dafür aber flexibel und daher für tiefliegende Frontschürzen und Heckschürzen interessant, weil kleine Kontakte mit Boden oder Bordstein nicht sofort in Rissen enden. Für starre Anbauteile kommt meist GFK zum Einsatz, das in der Regel deutlich günstiger und daher auch verbreiteter ist, aber wie erwähnt durch seine Struktur auch schneller Schaden nimmt.

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